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Lennart Schilgen – Verklärungsbedarf

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28. März 2025 - 20:00

LennartSchilgen Verklaerungsbedarf2 Foto FrankEidel scaled

Lennart Schilgen sieht Verklärungsbedarf.

In seinem zweiten Programm dichtet und singt er gegen eine unzureichende Wirklichkeit an. Und entlarvt zwischen den Zeilen, wo die Welt und er selbst sich überall in die Tasche lügen. Möglich, dass ein paar unbequeme Wahrheiten auftauchen.
Aber keine Angst: Selten war das Verlassen der gedanklichen Komfortzone so komfortabel! Es gibt Partylieder für Leute, die nicht gerne auf Partys gehen. Trennungslieder für Leute, die sich nicht gerne trennen. Und Publikumsbeteilung für Leute, die sich nicht gerne an Dingen beteiligen.
Mit „Funken schlagender Sprachkunst“ (AZ) und hintergründiger, leichtfüßiger Komik erzählt er dabei vor allem von Dingen, an denen er scheitert: Entscheidungen treffen. Mädchen am Lagerfeuer beindrucken. Den Kapitalismus abschaffen. Dafür gelingt es ihm, dem Konzept „Typ mit Gitarre und Klavier“ nochmal ungehörte Facetten abzutrotzen.
Musikalisch versiert spielt er mit Genre-Traditionen und springt lässig zwischen Stilen und Stimmungen: vom beatlesquen Pop zur stramm marschierenden Protesthymne, von der komisch-gruseligen Stalker-Ballade zur „Reinhard Mey-Parodie zum Niederknien“ (Mannheimer Morgen).

Inzwischen hat ihm das schon etliche Kleinkunstpreise eingebracht, wie den Jurypreis des Prix Pantheon 2019, den Stuttgarter Besen 2018 und zuletzt die Tuttlinger Krähe 2020. Natürlich weiß er, dass solche Preise nichts über die Qualität aussagen müssen. Aber wenn er sie selbst gewinnt, kann er da erstaunlich gut drüber hinwegsehen.

 

Vita
Lennart Schilgen wurde 1988 in Berlin geboren, bekam frühzeitig klassischen Klavierunterricht und brachte sich später selber das Gitarrespielen bei. Bereits zu Schulzeiten begann er damit, eigene Lieder zu schreiben und damit aufzutreten – anfangs nur mit seiner Band „Tonträger“, seit 2012 auch als Solo-Künstler. 2011 war er Teilnehmer der Celler Schule, seit 2013 gehört er der Liedermacher-Schule SAGO an.
2015 1. Soloprogramm „Engelszungenbrecher“, Premiere im Zebrano-Theater, Berlin
2019 2. Soloprogramm „Verklärungsbedarf“, Premiere in der Bar jeder Vernunft, Berlin

Referenzen
 Förderpreis der Liederbestenliste 2021
 Tuttlinger Krähe 2020: 1. Preis
 Prix Pantheon 2019: Jurypreis „Frühreif & Verdorben“
 Förderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung für junge Liedermacher 2019
 Stuttgarter Besen 2018: 1. Platz (Goldener Besen)
 St. Ingberter Pfanne 2017: Jury- & Jugendjury-Preis (Mit „Tonträger“)
 Herborner Schlumpeweck 2017: Jury- & Publikums-Preis (Mit „Tonträger“)
 Bielefelder Kabarettpreis 2016: 1. Platz
 Deutscher Chansonpreis-Nachwuchspreis 2015
 Chansonwettbewerb Der Troubadour 2013: Förderpreis
 Potsdamer Chansonfestival 2012: 1. Preis & Publikumspreis

WDR-Kabarettfest, Deutschlandfunk ´Querköpfe´, WDR Liederlounge, SR ´Alfons und Gäste´, radioeins Satireshow, BR Vereinsheim Schwabing, Nightwash, unterhaus (Mainz), Pantheon (Bonn), Bar jeder Vernunft (Berlin), Lach- und Schießgesellschaft (München), Schmidtchen (Hamburg), Renitenztheater (Stuttgart), Die Wühlmäuse (Berlin), Staatstheater (Cottbus) u.v.m.

Tickets ab 22 €